Climbing Mt. Fuji – Tag 11

Wir sind wieder da!

Und wir sind fertig, wie nochmal was!

Um 18 Uhr sind wir mit dem Bus in Kawakuchigo gestartet. Gegen 19 Uhr, waren wir dann an der 5ten Station.

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Nach einigen weiteren Vorbereitung, sind wir dann gestartet.

Egal wie viele Blogs man liest! Man ist nicht im geringsten auf das vorbereitet auf das was kommt.

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Der gesamte Weg, ist kaum 7 km lang. Und am Anfang wundert man sich, warum man dafür mindestens 6 Stunden einplanen soll … am Ende nicht mehr!!!

Der erste Teil ist relativ „einfach“.
Dann wird es hart, da es keinen richtigen Weg gibt, muss man tatsächlich regelrecht Spitze Wände hoch klettern. Es geht fast schon senkrecht über Felsen nach oben.
Und dummerweise fing es dann auch noch an zu regnen!
Der mittlere Teil ist anstrengend, aber durch immer zwischendurch kommende Hütten, etwas aufgelockert.

Außerdem gab es am See gerade Feuerwerk und das mussten wir uns auch ansehen 😉
Und der Regen hat sich auch wieder verkrümelt! ^^

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Die Aussicht vom Berg ist vergleichbar, mit dem Ausblick aus einem Flugzeug auf eine Stadt bei Nacht!
Aber der letzte Teil, die letzten 300 Meter waren die Hölle auf Erden!
Es ging nur noch über völlig ungesicherte Steine, steil bergauf. Sehr langsam, da man den richtigen weg immer wieder neu suchen musste. Hinzukommt, das einem so langsam die Kräfte schwinden! Wir mussten immer wieder Pause machen. Unsere Kräfte neu sammeln.

Endlich oben angekommen sind wir völlig durchgeschwitzt und ermüdet. Es ist kurz vor 2 Uhr. Wir frieren und der Wind bläst sehr stark. Wir packen unsere Thermodecken aus und wickeln uns darin ein. Immer wieder schlafen wir kurz ein. Um 3 Uhr ist plötzlich Rambazamba auf der Vulkanspitze. In der Hütte hinter uns, geht’s plötzlich zur Sache. Die Türen werden rausgemacht und wir werden rein gebeten. Da ich von diesen komischen Powerriegeln Sodbrennen bekommen habe, kauf ich eine überteuerte Nudelsuppe für Stefan und mich. Uns ist vor lauter Erschöpfung schlecht. Aber wir halten durch!
Dann ist er endlich da! Der Sonnenaufgang!
Nach einem zuvor schönen Naturschauspiel von Nebel und Aufwind!

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Danach möchte Stefan noch um den Krater wandern. Also nochmal aufraffen und los. Leider hat sich die Sicht wieder sehr verschlechtert. Aber wir sind zäh und beißen uns durch! Aber hier an dieser Stelle, sage ich nur, mich wundert es nicht, das es jährlich doch auch einige Tote auf dem Fuji zu beklagen gibt!

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Dann sind wir endlich wieder an der Hütte angekommen und machen uns auf zum Abstieg. Nicht aber ohne vorher noch Getränke zu kaufen! Denn Hütten abwärts gibt es nicht.
Der Abstieg ist zäh, langweilig und im Zickzack gehalten. Es geht etwa 8 km nur über staubige Schotterpisten nach unten. Die Knie und Hüften tun weh. Stefan verdreht sich dabei einmal so unglücklich das Knie, das er kaum weiter laufen kann.

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Aber wir schaffen es! Nach nochmal quälend langen Stunden des Abstiegs sind wir wieder an der 5ten Station. Unser erstes Essen ist ein Eis! Dann sehen wir gerade den Bus kommen und fahren direkt heim! Nach nochmal quälenden 30 Minuten Fußmarsch kommen wir völlig erschöpft am Hotel an. Alles was wir jetzt noch tun…duschen…schlafen…

Um 18 Uhr werden wir wach, und müssen erst mal völlig verhungert über das nächste Restaurant herfallen. Jetzt schauen wir uns noch das Feuerwerk an unserem See vom Hotel Fenster aus an! Es entschädigt für alle Strapazen.

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Für Stefan und mich steht klar fest! Dies war keine einfache Sache! Wir sind glücklich das wir es durchgezogen haben! Aber wir werden es nie wieder tun!
15 Stunden sind wir ohne Unterlass gewandert, sprich der Berg hatte uns 15 Stunden unter seiner Gewalt und am Schluss will man nur noch weg!

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3 Gedanken zu „Climbing Mt. Fuji – Tag 11

  1. Wolfgang

    Super das Ihr es geschafft habt Eueren Traum zu verwirklichen. Saß schon wie auf Kohlen auf Euren Bericht wartend. Dachte mir aber gleich, dass Ihr erstmal müde ins Bett fallt. Vielen Dank für den Bericht, den wir genießen können, während Ihr strapaziert wurdet. Weiterhin alles Gute, „den“ Gipfel habt Ihr ja jetzt hinter Euch.

    Antwort
  2. Bettina

    Oh je, ich hatte mich da nie informiert und dachte nicht, dass das wirklich so extrem ist. Ich wünsche euch erstmal viel Erholung und dass keine Schäden entstanden sind, die länger anhalten. Ansonsten seid stolz und behaltet es in schöner Erinnerung 🙂
    Ich habe mich lieber mit ungefährlicheren Träumen beschäftigt wie endlich mal wieder Tanzen zu gehen ^^

    Antwort

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